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Baukosten: Wie viel kostet ein Hausbau oder ein Hausanbau?

  • Was gehört zu den Baukosten beim Hausbau
  • Baunebenkosten beim Hausbau
  • Kosten für An- und Ausbau

     

Haus neu bauen: Was sind Baukosten beim Hausbau?

Wie viel ein Haus-Neubau kostet, hängt vor allem von den Baukosten ab. Der Begriff Baukosten bezeichnet alle Kosten, die für Hausbau, Umbau oder Modernisierung einer Immobilie anfallen. Welche das genau sind, wie die Abrechnung des Bauprojekts abläuft und welche Honorar-Höhe angemessen ist, ist in der DIN 276 geregelt. Laut dieser in Deutschland geltenden Norm fallen darunter die Kosten für:

Oftmals ist von Baukosten pro Quadratmeter die Rede. Um diese zu ermitteln, werden alle Kosten für ein Projekt zusammengerechnet und dann durch die Quadratmeterzahl des Hauses oder der Wohnung geteilt.

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Wie setzen sich die Baukosten beim Hausbau zusammen?

Bei der Berechnung der Baukosten für einen Neubau können Sie von drei Hauptposten ausgehen: Grundstück, Rohbau und Innenausbau. Für jeden Bereich fallen verschiedene Kosten an, die wir im Folgenden aufschlüsseln.

Oft wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff Bauwerkskosten genannt. Gemeint sind die Kosten für die allgemeinen Bauarbeiten für Rohbau und Ausbau inklusive Einrichten der Baustelle und Abbrucharbeiten.

1. Grundstück

Zunächst geht es natürlich darum, das passende Grundstück zu finden, auf dem das künftige Eigenheim errichtet werden soll. Die Kosten für baureife Grundstücke variieren je nach Region und Bundesland sehr stark und liegen aktuell zwischen 50 und 1.300 Euro pro Quadratmeter. Im bundesweiten Durchschnitt fallen rund 200 Euro pro Quadratmeter Bauland an. Hinzu kommen noch die Erwerbsnebenkosten, die rund 15 Prozent der Grundstückskosten betragen. Dazu zählen Notarkosten, Grunderwerbsteuer und eventuell Maklerprovision.

Zusätzlich fallen die Erschließungskosten ins Gewicht. Dazu gehören Straßenbaukosten, Kosten für die Herstellung von Entwässerung und Beleuchtung, Kanalisation sowie für den Anschluss an die zentrale Versorgung von Strom, Gas, Wärme und Wasser. Muss das Grundstück erst hergerichtet werden, indem etwa alte Gebäude, Bäume oder Sträucher entfernt werden, fallen auch dafür Kosten an.

2. Rohbau

Im nächsten Schritt geht es an den Rohbau. Dazu gehören alle Maßnahmen, die für die äußere Konstruktion anfallen. Zunächst wird das Fundament gelegt, anschließend Mauerwerk, Decken und Treppen errichtet. Der Bau des Kellers und des Dachs zählen ebenfalls zu den Rohbauarbeiten.

3. Innenausbau

Ist der Rohbau vollständig, geht es an den Innenausbau. Fenster und Türen werden eingebaut und Elektro-, Sanitär- und Heizungsanlagen installiert. Bevor die Böden verlegt werden können, muss der Estrich gegossen werden. Anschließend können die Wände verputzt, tapeziert und gestrichen werden. 

Behalten Sie den Überblick mit unserer Checkliste: Haus neu bauen

Kostenbeispiel: So viel kostet der Hausbau

Bei folgender Kalkulation konzentrieren wir uns ausschließlich auf die reinen Baukosten für ein neues Haus. Aufgrund der regional extrem großen Unterschiede lassen wir den Preis für das Grundstück aus der Gesamtberechung raus. Als Beispiel nehmen wir ein Haus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche in standardisierter Ausführung, KfW 40, zwei Bäder, Satteldach, Mauern verklinkert:

Gewerk Kosten Bemerkung
Bodenplatte 30.000 Euro bei einer Grundfläche von 10 x 10 Metern. Inklusive Bodengutachten, Aushub, Dämmung
Hausinstallation 30.000 Euro inklusive Elektrik, Versorgungsleitungen für Wasser, Gas, Heizung
Dach 60.000 Euro Dachstuhl mit Dämmung, einfaches Satteldach
Heizung 25.000 Euro Luftwärmepumpe (inkl. Einbau), alle Heizkörper
Wände 125.000 Euro Rohbau inklusive Kalksandstein, Fassadendämmung und Klinker
Fenster 35.000 Euro Dreifachverglasung  plus sommerlicher Wärmeschutz (Jalousien)
Lüftung 8.000 Euro passive Lüftungsanlage
Bad/Sanitär 15.000 Euro für zwei Standardbäder bzw. großes Bad plus Gästebad
Innenausbau 65.000 Euro Estrich, Innenputz, Malerarbeiten, Bodenbeläge, Türen, Treppen
GESAMTKOSTEN 393.000 Euro ca. 3.025 Euro pro m2

Wichtig: Alle hier aufgeführten Kosten sind überschlägige Richtwerte. Rückstände im Boden, eine hohe Nachfrage (Stichwort: Wärmepumpe) oder auch exklusive Details beim Innenausbau können so einen Neubau schnell verteuern.

Zur den oben aufgeführten Baukosten für den Neubau kommen noch:

  • Kosten der Außenanlage (Garten, Zufahrt, Garage): mindestens fünf Prozent der Bauwerkskosten, in unserem Beispiel also knapp 20.000 Euro.
  • Kosten für ein Baugerüst (Rohbau, Dämmung, Verputzen): noch mal rund 20.000 Euro.
  • Baunebenkosten (siehe nächster Abschnitt) von pauschal 15 Prozent.

Zu den bisherigen Baukosten in Höhe von 393.000 Euro müssen also noch einmal rund 100.000 Euro an Baukosten dazugerechnet werden. Das ergibt dann Gesamtkosten für den Beispiel-Neubau in Höhe von 493.000 Euro = 3.792 Euro pro Quadratmeter.

Planungskosten beim Hausbau

Grundstücks- sowie Baukosten, dazu noch Notargebühren und Steuern – da kommt einiges zusammen. Doch auch die komplette Planung des Neubaus kostet Geld. Was Sie an Planungskosten in welcher Höhe beachten sollten, listen wir in dieser Tabelle auf:

Leistung %-Anteil an den Baukosten Verwendung
Bauantrag 0,5 Per Bauantrag reichen Sie die erforderlichen Unterlagen bei der Gemeinde ein, um eine Baugenehmigung zu beantragen. Dazu gehören Pläne, Beschreibungen und weitere Nachweise über das Bauvorhaben.
Baugenehmigung 0,2 bis 0,7 Die Baugenehmigung ist die offizielle Erlaubnis der Behörde, das Bauvorhaben wie beantragt umsetzen zu dürfen. Erst mit der Baugenehmigung können Sie mit dem Bauvorhaben beginnen.
Vermessungsarbeiten 0,6 bis 0,7 Um die Baugenehmigung zu erhalten, müssen Sie einen amtlichen Lageplan einreichen. Weitere Vermessungsarbeiten sind während und nach Abschluss des Bauvorhabens vorgeschrieben.
Bodengutachten 0,3 bis 0,5 Beim Bodengutachten prüft ein Gutachter den Baugrund auf Mängel und mögliche Schadstoffbelastung. Auch der Statiker prüft die Bodenbeschaffenheit in Bezug auf die Standfestigkeit.
Bauvertragsprüfung 0,4 bis 0,9 Diese Planungskosten fallen an, wenn Sie den Bauvertrag durch einen Anwalt prüfen lassen.
Gutachter 0,3 bis 0,5 Ähnlich wie die Bauvertragsprüfung auf freiwilliger Basis. Ein Gutachter überprüft regelmäßig den Baufortschritt.

Kosten beim Neubau: Welche Fördermittel gibt es?

Bei der Neubau-Förderung geht es vor allem um Energieeffizienz. Die für die Vergabe der Fördermittel zuständige Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat die Förderung für Neubauten komplett umgestellt.

Das Neubau-Förderprogramm läuft jetzt unter dem Namen "Bundesförderung für effiziente Gebäude – Klimafreundlicher Neubau", kurz: BEG KFN. Die Neubauförderung besteht aus einem Kredit mit Zinsverbilligung. Im Gegensatz zu früheren Neubau-Förderungen gibt es jetzt weder direkte Zuschüsse (Investitionszuschüsse) noch nicht rückzahlbare Tilgungszuschüsse. Die Mindestlaufzeit des Kreditvertrags beträgt vier Jahre, der maximale Kreditbetrag liegt bei 150.000 Euro. Hier finden Sie alle Details zur Neubauförderung.

Als zweite Neubauförderung gibt es das Programm "Wohneigentum für Familien" (WEG). Hier sollen vor allem Familien mit minderjährigen Kindern durch zinsverbilligte Kredite gefördert werden. Dabei darf das zu versteuernde jährliche Haushaltseinkommen nicht über 90.000 Euro liegen. Für jedes weitere Kind erhöht sich die Grenze um jeweils 10.000 Euro. Der maximale Kreditbetrag liegt bei 270.000 Euro. Alle Details dazu finden Sie in unserem Artikel zur Wohneigentumsförderung für Familien.

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